Waldstadion
Historie des Waldstadions
Das "alte" Waldstadion in Zahlen
Mai 1925:Einweihung 35.000 Stehplätze
1937:Erhöhung Gegengerade und Kurven 55.000 Stehplätze
1953-1955:Ausbau 87.000 Plätze (71.000 Stehplätze, 16.000 Sitzplätze, davon 1506 überdacht)
1960: Umwandlung einiger Stehränge 70.000 Sitz- u- Stehplätze
1974: Weltmeisterschaft 61.000 Sitz- u- Stehplätze, nach der WM:
Drainage und Rasenheizung
1988: Europameisterschaft Moderne Video-Anzeigetafel
Stand Mai 2002:61.146 Plätze gesamt, davon 30.546 Sitzplätze, 20.364 überdacht
Umbau
Zweiter Umbau
Der zweite große Umbau des Waldstadions wurde für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 notwendig.
Von Mai 1972 bis Januar 1974 wurde das Stadion umfassend modernisiert, um den Anforderungen der
WM-Spielorte an Komfort und Sicherheit gerecht zu werden. Am 13. Juni 1974 fand im Waldstadion
die Eröffnungsfeier für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 statt, außerdem wurden fünf Gruppenspiele ausgetragen.
Unvergesslich bleibt vor allem die Wasserschlacht von Frankfurt am 3. Juli, als das deutsche Team
den Gegner aus Polen auf einem nahezu unbespielbaren Platz mit 1:0 besiegte, ins Finale einzog und
nach dem Sieg gegen die Niederlande Weltmeister wurde. (Die offensichtlich notwendige Drainage wurde
ebenso wie die Rasenheizung 1978 eingebaut).
Weitere Höhepunkte der siebziger Jahre waren das DFB-Pokal-Endspiel und die
Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1976 sowie der Gewinn des UEFA-Cups von
Eintracht Frankfurt durch ein 1:0 im Finalrückspiel gegen Borussia Mönchengladbach am 21. Mai 1980.
Dritter Umbau
Panne im Stadiondach beim Konföderationen-Pokal-Finale 2005
Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wurde die Commerzbank-Arena etappenweise Tribüne
um Tribüne neu errichtet, so dass offiziell von einem Umbau gesprochen wird. Tatsächlich handelt
es sich aber um einen Neubau an gleicher Stelle.
Ein architektonisches Highlight ist das verschließbare Dach, das vollständig im zentral über dem Spielfeld
aufgehängten Videowürfel zusammengefaltet werden kann und vom Frankfurter Bürgermeister Achim Vandreike
als „das größte Cabrio der Welt” bezeichnet wird. Der Vorgang des Schließens und Öffnens des aus
Polyestergewebe hergestellten Innendaches dauert ca. 20 Minuten. Die 8.400 Quadratmeter große Dachkonstruktion
ist zwölf Tonnen schwer und hängt an 220 Befestigungspunkten des Seiltragwerks, das die Zuschauerränge überspannt.
Die riesige Stahlseilkonstruktion wurde mit Hilfe des Big Lifts durch Hydraulikzylinder schrittweise
hochgezogen und dann in die Stahlkonstruktion eingebolzt.
Die neue Arena wurde offiziell beim Konföderationen-Pokal 2005, dem Testlauf für die WM 2006, eröffnet.
Im neuen Waldstadion fanden sowohl das Eröffnungsspiel (Deutschland - Australien, Endstand 4:3)
als auch das Finale (Brasilien - Argentinien, Endstand 4:1) statt.
Das neue Dach ermöglicht zwar eine ordnungsgemäße Durchführung des Spiels bei Starkregen,
allerdings sammelt sich das Regenwasser aufgrund einer fehlerhaften Verspannung des Dachtragewerk in einer Mulde,
fließt durch ein Überlaufventil im Bereich der Eckfahne ab und weckt Erinnerungen an die Wasserschlacht der WM 1974.
Das neue Dach weist auch im Ligaalltag noch einige Kinderkrankheiten auf:
Beim Bundesligaspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Schalke 04 im Oktober 2005 versagte
der Öffnungsmechanismus aufgrund eines Hydraulikfehlers. Das Spielfeld wurde vom Regenwasser überflutet,
das sich in den Mulden des halboffenen Daches sammelte und punktuell auf den Rasen strömte.
Weitere Pannen gab es bis jetzt nicht. Den höchsten Sieg in der neuen Commerzbank-Arena
gab es im Pokalspiel der 3. Runde in der Saison 2005/06 beim 6:0 gegen Schalke 04
(Stand: 30. April 06).
Webcam Waldstadion Commerzbank Arena

Gegentribüne

Westkurve - Eintracht Eck
Baustelle 2004
Waldstadion
Waldstadion 11-2004 Die Baustelle des neuen Waldstadions im November 2004 aus einer Höhe von ca. 200 Metern. Im Vordergrund die beiden neuen Brücken über die Mörfelder Landstraße.
Vom Trainingsgelände aus betrachet Spätherbst 2004
SGE-Greuther Fürth 1:0 22.03.2005
Modell
Dies ist ein Modell des fertigen Neuen Stadions im geschlossenen Zustand - bei Bundesligaspielen wegen Wettbewerbsverzerrung verboten.








